Samstag, 3. März 2012

Sommer wie Winter





heißt das Buch, das ich für das Januar/Februar-Thema der lesenden Minderheit gelesen habe. Seitdem ich die Besprechung bei den WDR2-Buchtipps gehört hatte, wollte ich dieses Buch schon lesen, aber irgendwie rutschte es auf der Prioritätenliste jedesmal wieder nach unten und ein anderes Buch war eher dran. ;o)
Aber das Thema "deutschsprachiger Autor" war jetzt endlich der Anschubser das Buch doch endlich zu lesen.
Waaahhhh, jetzt hab ich, als ich es Verlinken wollte, doch gesehen, es sollte ein deutscher Schriftsteller/Schriftstellerin sein, nicht nur deutschsprachig. Und selbst ich als Erdkunde-Dummie weiß, daß Linz und Innsbruck nicht in Deutschland liegen. Jaja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;o).
Egal, die Besprechung gibt's jetzt trotzdem, ist schließlich schon fertig. So!



Sommer wie Winter erzählt die Geschichte von Alexander (Sommer) und seiner Familie (Winter), bestehend aus seiner Mutter, seinen drei Schwestern und einem Bruder. Es wird rückblickend in Interviewform erzählt, wobei der Fragesteller (also der Therapeut) aber im Hintergrund bleibt und eventuelle Rückfragen nur durch die Antworten deutlich werden (z.B."Was ich studiere? Psychologie und Pädagogik.").  Recht schnell erfährt man, daß es sich um Therapiegespräche handelt, die mit der ganzen Familie nach einem traumatischen Ereignis geführt werden.
Nach und nach entwickelt sich nicht nur das Aufwachsen und die Herkunft von Alexander und seinen Geschwistern in einem kleinen Tiroler Bergdorf, sondern auch ein Bild von Traditionen und Zwängen, ungeschriebenen Gesetzen, Klatsch und Tratsch in einer kleinen Dorfgemeinschaft, wo jeder jeden kennt.
Obwohl der Erzählstil am Anfang gewöhnungsbedürftig ist, habe ich das Buch "in einem Rutsch" an einem Tag gelesen (sind auch nur 200 Seiten). Das Drama um die Familie und Alexanders Lebensweg fesselt und bleibt spannend bis kurz vor dem Ende. Gerade daß nichts reißerisches an dem Buch ist, man eher einen etwas voyeuristischen Einblick in eine "ganz normale" Familiengeschichte bekommt, macht die Geschichte interessant und glaubhaft.
Fazit: Ein "Heimatroman" der besseren Art.

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