Montag, 28. Februar 2011

Farbe

"Lies ein Buch, in dessen Titel eine Farbe vorkommt" So lautete das Motto der lesenden Minderheit für die Monate Januar und Februar. Nachdem ich ja durch Zufall auf dieses Buch



gestoßen war, hatte ich mich spontan entschlossen, daran teilzunehmen.
Fertig gelesen habe ich das Buch schon seit ungefähr zwei Wochen und hier nun endlich auch die Besprechung:

Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden Dubliner Ermittler Rob und Cassie verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat - Im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte ...

"Tana Frenchs beinahe ausufernde sprachliche Fähigkeiten beschwören ganze Welten herauf." WDR2

Die teilweise doch recht "blumige" Ausdrucksweise ("Meine Erinnerungen an sie waren vor lauter Überbeanspruchung ganz abgegriffen, nur noch blasse, durchscheinende Farbbilder, die an den Wänden meines Gedächtnisses flimmerten.") hat mir am Anfang einige Probleme bereitet, weil ich diesen Stil nicht so recht mit einem Kriminalroman übereinbringen konnte. Aber einerseits gewöhnt man sich recht schnell an Tana Frenchs Stil und andererseits vereinfacht sich die Sprache naturgemäß, sobald die Dialoge einsetzen.
Das Buch ist durchgängig spannend, die Auflösung ist überraschend, aber nicht völlig an den Haaren herbeigezogen und die Charaktere sind in sich schlüssig.
Der Abschluß von Rob's Geschichte war zwar nicht nach meinem Geschmack, aber das ist für das eigentliche Geschehen nebensächlich.
Fazit: Das Buch hat das geleistet, was ich von einem guten Krimi erwarte; es ließ sich flüssig lesen und es hat mich gut unterhalten. Ich kann es weiterempfehlen.
Erster und letzter Satz:
"Stellt Euch einen Sommer vor wie aus einem Fünfzigerjahre-Kinderfilm in ländlicher Kulisse." "Dann machte ich meine Zigarette aus, knöpfte mir die Jacke zu und ging zurück zu meinem Wagen."

Jetzt warte ich gespannt aufs neue Thema, denn ich muß zugeben: Ohne die lesende Minderheit hätte ich dieses Buch wohl nicht gekauft.


Ich wünsche Euch eine schöne Woche
Eure Tanja

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